Bestmögliche Ausbildung für Alle – Lehre & Studium

Unsere Forderungen im Überblick:

– Verbesserung der personellen & räumlichen Situation an der Uni
– Verbesserung der Situation des akademischen Mittelbaus
– Verbesserung des W-Lans auf dem Campus
– Mehr Videoaufzeichung von Vorlesungen
– Steckdosen in den Hörsälen
– Ausbau des E-Book-Bestandes
– Einrichtung einer zweiten PsychologInnenstelle
– Verlängerung der Anmeldefristen & frühzeitige Bekanntgabe der Klausurtermine
– Erhalt der Scheinklausuren
– Mehr englischsprachige Angebote
– Abschaffung der Regelstudienzeit und großzügige Maximalstudienzeit

 

Situation der Lehre & des akademischen Mittelbaus

Bei Vorlesungen auf der Treppe sitzen? Ein extra Semester dran hängen, weil das Seminar schon voll war? Das darf nicht sein. Wir werden nicht müde, die Universitätsleitung und die Landesregierung auf diese Missstände hinzuweisen. Durch die Zielvereinbarungen zwischen den Hochschulen und der Regierung war schon lange abzusehen, wie viele Studierende die Universität Passau haben wird. Für uns ist es unvorstellbar, dass die Verantwortlichen nicht schon früher erkannt haben, was das für die Lehrbedingungen bedeutet. Im akademischen Mittelbau, also all die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und DozentInnen, die keine ProfessorInnen sind, braucht es genügend Stellen, damit alle ausreichend betreut werden können! Der Mittelbau ist ganz direkt von der finanziellen Situation der Universität abhängig. Befristete und unsichere Arbeitsverhältnisse und das Streichen von Stellen sind nicht hinnehmbar! Wir wollen uns gemeinsam mit den VertreterInnen des Mittelbaus für eine nachhaltige Verbesserung der Situation einsetzen. Das kommt letztendlich auch uns Studierenden zu Gute, denn bessere Arbeitsbedingungen für unsere DozentInnen bedeuten auch bessere Lehrbedingungen und eine bessere Betreuungssituation für uns. Unversitäre Lehre lebt nicht nur von Quantität, sondern auch von Qualität. Daher sehen wir es kritisch, dass immer mehr Seminare durch Vorlesungen ersetzt werden. Wir forden daher eine Verbesserung der personellen und räumlichen Situation der Uni, zumal in den letzten Jahren die Studierendenzahlen stetig gestiegen sind. Der Standort Deutschland kann in Zukunft nur mit sehr gut ausgebildeten Arbeitnehmern bestehen, daher ist eine Erhöhung der finanziellen Zuweisungen an die Universitäten nur sinnvoll. Wir sehen dabei vorallem die Landesregierung in der Pflicht.

W-Lan auf dem Campus

Wir fordern eine stabile Internetversorgung auf dem ganzen Campus und einen unkomplizierten Zugang. Unteranderem durch die gewachsene Anzahl an Benutzern ist die Internetanbindung der Universität derzeit nicht optimal. Daran wird bereits durch die zuständigen Gremien gearbeitet, wir begleiten den Ausbau kritisch und forden eine schnellstmögliche Verbesserung der derzeitigen Situation.

Videoaufzeichnung von Vorlesungen

Ein weiterer Schritt zum selbstbestimmten Lernen ist für uns das Bereitstellen von Videoaufzeichnungen großer Vorlesungen. Es geht uns dabei nicht nur um überfüllte Hörsäle, sondern auch um die Möglichkeit für Studierende, sich eine Vorlesung später anhören zu können. Wir verstehen, das sich einige Professoren aus datenschutzrechtlichen Grüden gegen das Mitfilmen wehren, sehen jedoch eine mögliche Lösung in einem Projekt das durch die Beauftragten der Uni angestoßen wurde. Eventuell ist es möglich nur die Stimme kombiniert mit dem Bild des Beamers automatisiert aufzuzeichnen. Darüber hinaus erachten wir die technische Einweisung der Dozierenden in die technischen Möglichkeiten der Hörsäle und zur Erstellung von sinnvollen Folien für hilfreich.

Steckdosen

Immer mehr Studierende benutzen in der Universität ihren Laptop und fast alle ihre Smartphones. In manchen Veranstaltungen, insbesondere an der FIM, ist man auf diese technischen Geräte sogar angewiesen. Deshalb ist es für uns unverständlich, dass es in den Hörsälen keine Steckdosen zum Anschließen von Ladekabeln gibt. Und auch an den Sitz- und Arbeitsplätzen überall in der Universität oder in den Seminarräumen reichen die Steckdosen meistens nicht aus oder sind sehr unpraktisch platziert. Das muss sich ändern!

Ausbau des E-Book-Bestandes

E-Books sind nicht nur praktisch, da man so von zu Hause auf die Bestände der UniBib zugreifen kann, sondern auch umweltfreundlicher als gedruckte Bücher. Das begrüßen wir das bereits umfangreiche Angebot an E-Books in der Universitätsbibliothek und fordern einen konsequenten Ausbau des Bestandes.

Studiernde mit körperlichen und sozialen Einschränkungen

Manche studieren unter gänzlich anderen Bedingungen als der „Durchschnittsstudierende“. Beispielweise schränken Schwanger- und Elternschaft oder Krankheit die Möglichkeiten im Studium ein. Aber auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen müssen berücksichtigt werden. Wir machen uns für diese Personen stark!

Zweite PsychologInnenstelle

Unser jetziger Unipsychologe ist alleine für über 12.000 Studierende zuständig. Auch bei externen PsychologInnen wartet man auf eine Therapie 6 Monate und länger. Da die meisten Probleme im universitären Bereich fußen, kann und darf sich die Universität hier nicht weiter aus der Verantwortung ziehen. Daher setzen wir uns aktiv für die Schaffung einer zweiten PsychologInnenstelle ein.

Semesterticket

Grundsätzlich würden wir eine Ausweitung des Semestertickets unterstützen. Insbesondere für Lehrämtler*innen, die für ihre Praktika in ganz Niederbayern verteilt werden, wäre das sinnvoll. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten wäre das sinnvoll, denn so könnten viele Studierende die derzeit noch mit einem Auto pendeln in Zukunft auf den ÖPNV umsteigen.

An-& Abmeldefristen

Die derzeitige Fristsetzung für Prüfungsanmeldungen führt dazu, dass sich zahlreiche Studierende pro forma zu Prüfungen anmelden, die sie letztlich nicht mitschreiben, und ist mithin nicht sinnvoll. Die Anmeldefristen sollten daher verlängert werden. Eine frühzeitige Bekanntgabe der Klausurtermine würde Studierenden einen besseren Planungshorizont beispielsweise für Praktika in den Semesterferien gegeben.

Scheinklausuren

Die Studiengänge an der Universität Passau sind geprägt durch ihre Interdisziplinarität und ihre Flexibilität. Man stellt sich praktisch einen individuellen Studiengang zusammen. Dieses Konzept bringt unglaublich viele Vorteile mit sich, aber gerade für Bachelorstudierende kann es sehr schwierig sein, einen passenden Masterstudiengang zu finden. Abhilfe können dabei Scheinklausuren leisten: Klausuren in Veranstaltungen, die man sich zwar nicht anrechnen lassen kann, die aber für bestimmte Masterprogramme notwendig sind. Deshalb sehen wir es als ein unglaublich großes Problem an, dass immer weniger Lehrstühle diese Art von Klausuren anbieten. Wir fordern von der Universitätsleitung, sich für Scheinklausuren einzusetzen und den Lehrstühlen die dazu erforderlichen Mittel bereit zu stellen!

Englischsprachige Angebote

An unserer Universität gibt es zahlreiche Studiengänge mit englischen Namen, mit internationaler Ausrichtung und mit Themen von globaler Bedeutung. Forschungsliteratur wird immer häufiger auf Englisch verfasst und in Skandinavien oder den Niederlanden werden beispielsweise bereits immer mehr Studiengänge auf Englisch angeboten. Trotz der bewusst internationalen Ausrichtung der Universität Passau sind bei uns aber die allermeisten Veranstaltungen in deutscher Sprache. Wir fordern deutlich mehr englischsprachige Angebote!

Regel- und Maximalstudienzeit

Die Studienzeit sollte auch zur Persönlichkeitsentwicklung dienen. Das ist bei der derzeitigen fließbandmäßigen Ausbildung schlichtweg nicht möglich. Zudem ist an die Regelstudienzeit das BaföG gekoppelt, bei einigen Studiengängen wie Jura ist eben jene Regelstudienzeit zu eng kalkuliert. Wir fordern daher eine Abschaffung  der Regelstudienzeit und eine großzügigere Maximalstudienzeit.